Anspannung

Ich lege den Stift zur Seite und bin über mich selbst erstaunt, wie viel ich in drei Stunden arbeiten kann.

Das ist nichts Neues. Mehrere Jahrzehnte habe ich nun Zeit gehabt, den idealen Arbeitsrhythmus zu suchen, nur um festzustellen, dass es ihn nicht gibt.

Ach, wie höre ich Klagen von links und rechts, wie schwer es sei, sich zu entspannen. In meiner Welt läuft es anders herum, über mangelnde Entspannung kann ich nun wirklich nicht klagen. Was mir fehlt, ist die Anspannung, die mich vorwärts treibt, das Adrenalin, das meinen Kopf auf Hochtouren bringt. Es hört sich schön an, jederzeit und immer entspannen zu können, ich allerdings leide darunter, denn mir entgeht vieles. Irgendwann driftet die Entspannung in ein tiefes Loch ab, der Ort, wo nur noch Leere und Lähmung wartet.

Wer auch immer es fertig bringt, Anspannung und Entspannung in Gleichklang zu bringen, der ist ein reicher Mensch.

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Gedankenschleifen

Ein Bild, ein Detail,

schon nur ein Bruchstück der Welt genügt.

Der Kopft klammert sich fest an diesem einen Splitter,

ein Ritt zurück in die Vergangenheit,

bis das Erlebte zerfasert wird in Möglichkeiten,

die nie waren und nie sein werden.

 

Im letzten Moment

Nachdem ich ein ganzes Wochenende lang der Prokrastination fröhnte, hat mich der Stress wieder ins Leben zurückgeholt. Nun, fröhnte ist wohl nicht das richtige Wort, litt wäre passender. Dieser Kampf ging verloren.

Prokranistation: 1   –   Ich: O

Prokrastination – oder, wie man früher sagte, die Unfähigkeit den Hintern zu bewegen. Ja, ich möchte es so drastisch ausdrücken. Nun, es ist eine Folge meiner Antriebsschwäche, so kann man es auch sehen. Aber das hilft mir auch nicht weiter. Die Arbeit kann sich bis in den Himmel türmen und ich sitze einfach nur da, gefangen in meinen Gedanken. Wenn ich gerade nicht abdrifte beschäftige ich mich mit sinnlosen Dingen, die die Welt nicht braucht.

Nun, wenigstens heute habe ich mein Tagesziel erreicht.

Im letzten Moment.

Leere

Die Zeit  verstreicht,

zerrinnt,

Pläne lösen sich auf.

In mir nagt das Bedauern, sie nicht besser genutzt zu haben.

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